Huenerirmgard

Ein neuer Stall für unsere Hühner

29. März 2011

Der Frühling ist endlich da und die Tiere werden wieder aktiv. Sowas merkt man ja auch immer gleich auf dem Hof. Ich gehe, wenn es die Zeit erlaubt, wieder öfter in den Wald spazieren und wenn mein Mann Zeit hat, dann natürlich auch gern mit ihm. Man riecht den Frühling immer in der Luft, finde ich.

Meine Tochter hat übrigens immer noch keine Wohnung in Köln gefunden. Sie hatte ja gestern angerufen, weil sie wohl bei einer Wohnung in der engeren Auswahl war. Aber es am Ende doch nicht geklappt. Ich sag ja immer, dass sie jederzeit zu uns auf den Hof zurück kann, aber sie will ja nicht. Das muss sie selbst wissen. Auch wenn ich das nicht verstehe, hier ist es so schön mit all den Tieren, der Natur. Darauf möchte ich nicht verzichten. in der Stadt sind doch nur die ganzen Abgase und der Dreck. Und was man immer in der Zeitung liest. Da habe ich auch immer gleich Angst um meine Tochter. Als Mutter macht man sich ja auch gleich Sorgen, wenn das Kind so umherzieht abends und nicht anruft. Wir konnten ja früher immer mit dem Rad zum Tanzsaal fahren. Aber heutzutage ist das viel zu gefährlich. Das würde ich mich nicht mehr trauen.

Morgen kommt der Nachbarsjunge wieder vorbei. Wir wollen auf dem Hof einen neuen Anbau für die Hühner bauen, da der Stall schon so alt ist. An manchen Stellen wird das Holz sehr morsch. Wir geben ihm dann etwas extra Taschengeld und dafür hilft er uns jetzt jeden Tag bis der neue Stall fertig ist.

Meine Tochter war zu Besuch

16. März 2011

Die letzten zwei Wochen auf dem Hof gab es viel zu tun. Wir haben neue Hühner dazu bekommen und da entsteht natürlich auch mehr Arbeit. Dazu ist auch noch der Nachbarsjunge krank gewesen. Das war natürlich alles nicht so gut. Wir mussten jeden Tag von früh bis spät auf dem Hof ackern. Dafür haben wir jetzt aber auch eine größere Menge Eier, die wir verkaufen können. Drei Mal die Woche ist Markt plus die zusätzlichen Privatkäufer. Jeder lobt unsere Eier und die Hühner.

Letzte Woche kam meine Tochter zu Besuch. Sie war ja so lange nicht mehr da. Wie das immer ist mit den Kindern. Mein Mann und ich haben uns aber sehr gefreut. Sie lebt ein ganz anderes Leben als wir. Eigentlich sollte sie mal den Hof erben, aber das haben wir uns schon aus dem Kopf geschlagen. Sie ist gleich nach dem Abi weggezogen zum Studieren. Jetzt ist sie fertig und will nach Köln ziehen. Dort wohnt nämlich ihr neuer Freund. Natürlich findet man in so einer großen Stadt auch so schlecht eine Wohnung. Die Immobilien in Köln sind laut meiner einen Nachbarin viel teurer als hier und vor allem schwer zu bekommen. Man braucht immer einen Makler, sagt sie. Ich war ja noch nie in Köln, meine Tochter schwärmt aber von der Stadt. Sie hat uns jetzt auch mal eingeladen, also wenn sie dann eine Wohnung hat. Aber wir können ja nicht so einfach vom Hof weg, schließlich muss sich ja einer um die Tiere kümmern. Das geht ja nicht so einfach. Wir können ja nicht mal eben den Jungen aus der Nachbarschaft fragen. Der ist ja noch viel zu jung.

Das Leben auf dem Land

4. März 2011

Meine Tochter hat mir zu Weihnachten diesen neuen Computer gekauft, damit ich auch im modernen Zeitalter mithalten kann. ICh war ja anfangs gar nicht begeistert, aber jetzt muss ich sagen finde ich es richtig gut. Was man alles erfahren kann über das Internet ist wirklich toll. Ich lebe ja auf einem Bauernhof und da ist immer viel zu tun. Ich verkaufe Eier und andere Produkte von meinen lieben Tieren. Aber die Arbeit lässt einem kaum Zeit, um vom Hof wegzukommen. Deshalb gefällt mir das Internet ja so gut. Ich komme mit anderen Bauern in Kontakt und wir tauschen uns über Tipps aus. Sehr praktisch ist das.

Nun ja, und jetzt hat mir meine Nichte gezeigt wie ich so einen Blog schreiben kann, damit meine Freunde die ich ja nicht so oft sehen kann wegen der Arbeit auf dem Hof, immer informiert sind. Ich probier das jetzt mal aus und bin gespannt, wie das alles funktioniert.

Ich möchte auch noch kurz etwas zu mir schreiben. Neben meiner Arbeit auf dem Bauernhof, gehe ich am Wochenende sehr gern in die Wälder in der Umgebung. Ich bin ja generell gern in der Natur. Außerdem haben wir Pferde auf dem Hof und da reite ich manchmal mit meiner Tochter aus. Jedenfalls wenn Sie zu Besuch ist. Sie wohnt schon länger nicht mehr zu Hause. Das haben wir auch auf dem Hof gemerkt. Deshalb hilft uns der Nachbarsjunge auch ab und zu. Dafür geben wir ihm natürlich auch etwas Entlohnung. Er freut sich, dass er sich neben der Schule ein kleines Taschengeld dazu verdient und wir haben durch ihn eine große Hilfe. All die Tiere benötigen eine gute Umsorgung. Aber vor allem macht es uns Spaß auf dem Hof zu leben.



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